Darwinfink Insel Nord Seymour Galapagos

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Darwinfink Insel Nord Seymour Galapagos

Darwinfink Insel Nord Seymour Galapagos

Darwinfinken [benannt nach C.R. Darwin], Galapagosfinken, Geospizinae, zu den Ammern gehörende Singvogelgruppe, die endemisch mit 13 Arten auf den Galapagosinseln und mit 1 Art auf der 800 km nordöstlich hiervon liegenden Cocosinsel vorkommt; unterscheiden sich in Größe, Schnabelbau und Lebensweise; gehen entwicklungsgeschichtlich auf eine einzige Stammform zurück, die wahrscheinlich im späten Tertiär (vor 2–3 Millionen Jahren) vom Festland auf eine Galapagosinsel verschlagen wurde. C.R. Darwins Vermutung der Abstammung aller Finken der Galapagos von einer einzigen Ausgangsart hat sich durch neuere (1999) biochemische und molekularbiologische Untersuchungen (Cytochrom-b-Gen und Kontrollbereich der mitochondrialen DNA) glänzend bestätigt, wonach die Darwinfinken-Arten unterschiedlich alt sind und der Cocosfink vor weniger als 1 Million Jahren seinen Ausgang von baumbewohnenden Finken des Galapagos-Archipels nahm. Die Darwinfinken bilden ein Musterbeispiel für adaptive Radiation ( Farbtafel ) und ökologische Einnischung (ökologische Nische) und trugen wesentlich zur Begründung der Evolutionstheorie Darwins bei. Der Abstand zwischen den Galapagosinseln bot Separationsbedingungen, welche die Artbildung begünstigten. Der Hauptkonkurrenzfaktor Nahrung bedingte die Entwicklung unterschiedlicher Ernährungstechniken. "Grundfinken" (Gattung Geospiza) suchen überwiegend am Boden Nahrung, "Baumfinken" (z. B. Gattung Camarhynchus) in Bäumen und Sträuchern. Entsprechend der Nahrungsspezialisierung entwickelten sich bei körnerfressenden Arten dicke, klobige Schnäbel, bei mischnahrung- und insektenfressenden Arten schmalere, spitze Schnäbel ( vgl. Abb. ). Allerdings decken sich molekulare Untersuchungsergebnisse nicht in derselben klaren Weise mit den morphologischen Befunden; vielmehr sind intraindividuelle Variabilitäten oft ähnlich groß wie die zwischen Arten, und man nimmt auch Hybridisierung zwischen Arten an. Möglicherweise ist die Artbildung der Darwinfinken noch im Fluß. – Die beiden "Spechtfinken" Cactospiza pallida und Cactospiza heliobates benutzen als Werkzeug bei der Nahrungssuche abgebrochene Ästchen oder Opuntienstacheln, um Insektenlarven aus Bohrlöchern herauszuholen, und "ersetzen" mit dieser im Tierreich seltenen Art des Werkzeuggebrauchs die Nische der Spechte, die auf Galapagos nicht vorkommen. Die Darwinfinken brüten in der heißen Jahreszeit zwischen Januar und Mai; sie bauen ein kugeliges Grasnest mit seitlichem Einschlupf und legen 1–5, meist 3 Eier. Nach der Brutzeit bilden Vögel verschiedener Arten mit ähnlichem Ernährungsverhalten lockere Verbände und streifen umher.

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