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Von Guatemala Richtung USA   Keine Ankunft, keine Wiederkehr

Meier

DuMont

Maya

Allende

Eine Guatemala-Reise mit Literatur vorzubereiten, ist heute schwieriger als vor 20 Jahren, denn wichtige Titel sind heute nur noch antiquarisch zu bekommen.  Eine fundierte Einführung bietet der Guatemala-Reiseführer von Reise Know-How  von René Meier und Volker Alsen. Er ist umfassend, engagiert und aktuell. Die Autoren schildern darin Guatemalas atemberaubende Natur und sie beschreiben die Küsten, Hochplateaus, Vulkane, Regenwälder und Seen. Sie führen zu den zahlreichen archäologischen Stätten und in die Kultur der Maya ein. Sie führen in den Trubel des berühmten Marktes in Chichicastenango und den Zauber der Kolonialstadt Antigua und geben einen Überblick über  die einzigartige Mischung verschiedener Kulturepochen, die das Leben in Guatemala prägt.

Nur noch antiquarisch erhalten Sie den DuMont-Kunst-Reiseführer von Hans Helfritz Guatemala, Honduras, Belize. (DuMont Kunst-Reiseführer). Die versunkene Welt der Maya und die Kunst der Eroberer werden ausführlich beschrieben, der kunsthistorische Zugang zu Guatemala wird eröffnet.

 

Ebenfalls antiqurisch erwerben können Sie  Die Maya. Universum der Kunst von Baudez, Claude F., Pierre Becquelin und Rita  Zeppelzauer:, das reichhaltiges Bildmaterial bietet Gebundene Ausgabe. XI, 412 Seiten, mit 443 Abbildungen, davon 103  farbig. Hardcoverband mit illustriertem Schutzumschlag in sehr gutem,  ungenutztem Zustand. - Die Maya-Kultur. Die Entstehung der klassischen  Maya-Kunst. Die frühesten Werke. Der Höhepunkt der Maya-Kultur. Die  Puuc-Region in der ausgehenden klassischen Periode (800-1000). Die  Maya-Tolteken und ihre Nachfolger. Die frühe nachklassische Periode  (950-1250). Die späte nachklassische Periode in Yucatan. Die Codices.  (aus dem Inhalt) Sprache: Deutsch Gewicht in Gramm: 2300.

 

Lieferbar, informativ und unterhaltsam ist der Roman von Isabel Allende: Ein vergänglicher Sommer. Er spielt zwar in New York, öffnet jedoch die Sicht auf ein guatemaltekisches Kindermädchen: Ein Schneesturm in Brooklyn, und den Auffahrunfall tut Richard als belanglose Episode ab. Aber kaum ist der eigenbrötlerische Professor zuhause, steht die Fahrerin des anderen Autos vor der Tür. Evelyn ist völlig aufgelöst: In ihrem Kofferraum liegt eine Leiche. Zur Polizei kann sie nicht, denn das scheue guatemaltekische Kindermädchen ist illegal im Land.

 

frank tichy

Hux

Maismenschen

Burgos

Guatemala: Paradies und Inferno von Frank Tichy ist zwar 10 Jahre alt, bietet jedoch sehr konkrete Eindrücke, Geschichten und Fotos aus dem Land, das sich gerne als „Land des ewigen Frühlings“ postuliert, von manchen aber eher als ein Hort der Korruption, der Gewalttätigkeiten und des üppigen Drogenhandels angesehen wird.

 

Aldous Huxleys Beyund The Mexican Bay liegt nur in englischer Sprache vor und schildert Orte der Region in den 1930er Jahren.

 

Der Nobelpreiträger Miguel Angel Asturias schildert in seinem Roman  Die Maismenschen von 1949 das  Guatemala der Zeit: Wer mit Mais Geschäfte macht, beleidigt die Götter. Doch die Maispflanzer roden den Wald um des Profits willen. Gaspar, der Anführer der Indios, greift zum Gewehr und tötet mehrere von ihnen. Regierungstruppen kommen ins Dorf. Gaspar stirbt. Mit seinem Tod ist die Auflehnung gegen das Unrecht zu Ende...

Asturias Sohn Rodrigo warf seinem Vater vor, die Welt der Maya gar nicht gekannt zu haben und schloss sich der Guerilla an. Asturias’ Sohn Rodrigo war ab 1971 ein Anführer der Guerilla-Bewegung Organisación Revolucionaria del Pueblo en Armas (ORPA), welche die guatemaltekische Militärdiktatur bekämpfte. Er benutzte dazu den Decknamen „Gaspar Ilom“, den er dem Roman seines Vaters Die Maismenschen entnommen hatte.

 

Elisabet Burgos Buch Rigoberta Menchu - Leben in Guatemala Taschenbuch – von 1998 ebenfalls im Lamuv Verlag erschienen ist heute wie die anderen Titel nicht mehr lieferbar. Rigoberta Menchú Tum (* 9. Januar 1959 in Chimel, Guatemala) ist eine guatemaltekische Menschenrechtsaktivistin. 1992 erhielt sie als bis dahin jüngste Preisträgerin den Friedensnobelpreis. Sie kandidierte im September 2007 für das Amt der Präsidentin Guatemalas. Aufgewachsen ist sie zur Zeit des Guatemaltekischen Bürgerkrieges und wurde selbst Zeugin von Menschenrechtsverletzungen.

 

Max Frischs Bericht “homo faber” spielt zu Beginn ebenfalls in Guatemala. Er wurde 1957 veröffentlicht und er handelt von Unwilligkeit des Technikers Walter Faber, die Natur zu  akzeptieren:

"Die Strecke zwischen Palenque und der Plantage [...] beträgt kaum siebzig Meilen, [...] eine Bagatelle" (S.52, Z.23ff). Die Fahrt erstreckt sich jedoch über mehrere Tage, da sie, Faber, Herbert und ein Hobbyarchäologe, immer suchen müssen, "wo es uns durchließ, das Dickicht" (S.53, Z.1). Schließlich resignieren sie schon fast, "weil es Unsinn ist," weil sie "diese verfluchte Plantage nie finden werden". (S.56, Z.15f) Herbert kann sich schließlich durchsetzen und überredet die anderen weiterzufahren.
Ein Grund für diese Angst vor der Überlegenheit der Natur ist Fabers Sichtweise auf die Natur. Er empfindet sie nicht als schön, sondern ekelt sich vor fast allen Erscheinungen. Einen Sonnenuntergang in Guatemala bezeichnet er, als "gedunsen, [...] widerlich, wie eine Niere oder so etwas." (S.57, Z.19f) Die Tümpel gehen ihm auf die Nerven, "in jeder Eintagspfütze ein Gewimmel von Molchen – überhaupt diese Fortpflanzung überall, es stinkt nach Fruchtbarkeit, nach blühender Verwesung." (S.55, Z.1ff) Alles was ihn an seinem Körper an Natur erinnert ist ihm unangenehm. Er duscht sich "von morgens bis abends" und er hasst "Schweiß, weil man sich wie ein kranker vorkommt." (S.41, Z.16f) Im Gegensatz zu den anderen Leuten, kann er bei Natur nicht "von Erlebnis reden." (S.25, Z.27) Um der Natur zu entkommen, versucht Faber alles mit der Kamera festzuhalten und somit von sich fernzuhalten, so zum Beispiel gleich nach der Notlandung in der Wüste: "[Ich] nahm sofort meine Kamera". (S.24, Z.17)
Faber kann der Umwelt nur negative Aspekte abringen. Doch hat Faber nicht nur in Bezug zur Tier- und Pflanzenwelt Schwierigkeiten Kontakte herzustellen.

harte jahre

Harte Jahre ist ein historischer Roman des peruanischen Nobelpreisträgers für Literatur, Politikers und Journalisten Mario Vargas Llosa, der 2020 auf Deutsch erschienen ist und die politische Geschichte Guatemalas zwischen etwa 1944 und 1957 erzählt. Schwerpunkt sind die demokratischen Präsidentschaften von Juan José Arévalo (1945–1951) und von Jacobo Árbenz Guzmán (1951–1954) sowie die nachfolgende Diktatur von Oberst Carlos Castillo Armas (1954–1957), der durch einen von der CIA geplanten Putsch an die Macht kam.

In seinem neuesten Roman erzählt der Autor die schier unglaubliche, aber wahre Geschichte, wie der guatemaltekische Präsident im Jahr 1954 durch einen von der CIA durch Verleumdung in die Wege geleiteten Militärputsch gestürzt wurde. Mario Vargas Llosa kritisiert die USA mit dieser an realen Ereignissen orientierten Geschichte zu Recht scharf dafür, die Demokratisierung nicht nur Guatemalas, sondern ganz Lateinamerikas mit dieser Einmischung um Jahrzehnte verzögert zu haben.

 

Obwohl die Spanier bereits 1501 in Mittelamerika ankamen, erreichten sie Guatemala erst 1523, als Hernan Cortes seinen Leutnant Pedro de Alvarado schickte, um Guatemala zu erobern. Alvarado hatte den Ruf eines brutalen Soldaten, und es dauerte nicht lange, bis die Spanier die Maya-Stämme unter Kontrolle brachten. Nachdem Pedro de Alvarado an der Pazifikküste gelandet war, fuhr er nach Norden in das heutige Quetzaltenango und hinterließ Tod und Zerstörung auf dem Weg. Er nannte das neu eroberte Land das Königreich Guatemala; es erstreckte sich von Chiapas, Mexiko bis nach Panama. Alvarado gründete Santiago de Caballeros de Guatemala, die erste Hauptstadt der Conquistadoren. Diese Stadt wurde seine Basis, als er den Rest Mittelamerikas, Peru und Ecuador eroberte. Seine letzte Tat als Gouverneur war es, im Jahr 1541 die Hauptstadt von Santiago nach Antigua im Panchoy-Tal am Fuße des Vulkans Agua zu verlegen. Er wurde kurz darauf in einer Schlacht in Mexiko getötet. Alvarados Frau, Doña Beatriz de la Cueva, übernahm die Herrschaft als erste Gouverneurin von Guatemala. Sie war nur wenige Wochen im Amt, als sie bei einem Erdrutsch getötet wurde. Alvarado und seine Frau hinterließen eine Armee von Soldaten und Mönchen, die fortfuhren das Land aufzubauen. Im Rahmen ihrer Kampagne zur Bekehrung der Maya zum Christentum bauten die Franziskaner- und Dominikanermönche in jeder Region Kirchen, Kathedralen und Klöster, oft unter Verwendung der Trümmer der zerstörten Maya-Tempel. Bis 1650 hatten Seuchen oder Waffen 85% der Maya getötet. Die Überlebenden wurden versklavt und gezwungen, auf Conquistador-Farmen zu arbeiten. Ein kleiner Teil entkam in die Berge. Als festgestellt wurde, dass kein Gold oder Silber gefunden werden würde, verlor Spanien das Interesse an Guatemala und Ende des 18. Jahrhunderts war das Land fast vollständig verlassen. Dies bedeutete jedoch nicht, dass Spanien seinen Einfluss aufgab. Er bestand darauf, dass alle Farmer Guatemalas Tabak, Indigo, Baumwolle und Kakao direkt nach Spanien schickten und Spanien erlaubte es Guatemala nicht, mit ihm zu handeln jedes andere Land. Diese wirtschaftliche Ausrichtung schuf eine wohlhabende Handelsklasse zentriert in Antigua; Der Rest des Landes war mit armen Bauern besiedelt. Antigua entwickelte sich zu einer der schönsten Städte in Zentralamerika, während der Rest des Landes stagnierte. Das 19. Jahrhundert war von Unruhen geprägt. Eine starre soziale Hierarchie hatte sich gebildet, mit den Spaniern an der Spitze, gefolgt von Kreolen (Spanier geboren in Guatemala), dann Ladinos (Maya und spanisches Erbe) und schließlich den Maya. Die Spanier galten als überlegene Rasse und als solche erhielten sie die besten Jobs, Gehälter, Grundstücke und Geschäftsmöglichkeiten. Die Maya galten als nur einen Schritt über dem Lasttier und  sie wurden entsprechend behandelt. Kreolen und Ladinos durften nur in bestimmte Berufe ausüben und viele wurden Kaufleute, Laden- oder Restaurantbesitzer. Ihr Ressentiment gegen Spaniens Würgegriff für Wirtschaft und Handel wuchs und sie schlossen sich schließlich zusammen, um eine liberale Opposition zu schaffen, die gegen die Macht der Kirche, der Krone und der wohlhabenden Landbesitzer kämpfte. Bevor in diesem Kampf viel erreicht werden konnte, gab es eine Reihe von Erdbeben. 1773 zerstörte ein Beben den Großteil von Antigua und seine Umgebung. In den nächsten Jahren lag der Schwerpunkt auf dem Wiederaufbau und der Wiederherstellung. 1776 wurde die Hauptstadt an ihren heutigen Standort verlegt. Gerade als sich das Land erholte, ereigneten sich 1802 eine weitere Reihe von Erdbeben.

Unabhängigkeit: Am 15. September 1821 unterzeichneten 12 der bekanntesten Staatsmänner Guatemalas das Unabhängigkeitsgesetz von Mittelamerika. Sobald Spanien seinen Einfluss aufgab, wurde Guatemala vom mexikanischen Diktator Agustín de Iturbide besetzt, der es seinem Reich einverleibte. Allerdings dauerte die Besetzung nur ein Jahr und am 24. Juni 1823 trat Guatemala als unabhängige Nation der Konföderation Mittelamerikas bei. Zur Gründung gab es umfassende Reformen, einschließlich des Endes der Sklaverei. Aber die Koalition wurde schnell in Streitigkeiten zwischen den Regionen aufgelöst. Das Endergebnis war, dass Guatemala noch nicht unabhängig war, sondern in die Probleme des Bundes verwickelt wurde. 1829 kam der liberale Führer Francisco Morazán an die Macht und versprach Autonomie für Guatemala. Er fing an, Land von den kirchlichen und ländlichen Gemeinden wegzunehmen und übergab es an private und ausländische Investoren. Er nahm auch Änderungen am Bildungssystem vor und ermutigte mehr Europäer nach Guatemala zu kommen, indem er ihnen Land anbot. Seine Taten empörten den Klerus, die Mittelklasse und die ländlichen Maya, die sich 1840 Rafaél Carrera in einem erfolgreichen Guerillakrieg anschlossen, der die unterdrückerische Föderation stürzte und Carrera ins Amt brachte. Im Jahr 1847 wurde Guatemala eine souveräne Republik. Ironischerweise regierte Carrera dann als Diktator bis 1865. Er kehrte schnell viele von Morazáns Reformen um wie die Rückgabe des gesamten Landes an die Kirche und setzte Steuervergünstigungen für wohlhabende Plantagenbesitzer durch. Sein Nachfolger, General Vicente Cerna, setzte die konservative Regel bis fort bis 1871die liberale Revolution stattfand  und Justo Rufino Barrios zum Präsidenten gewählt wurde.

 

Barrios mag als Liberaler bezeichnet worden sein, aber er unterstützte die Oligarchie der wohlhabenden Landbesitzer nachdrücklich, indem er die Wirtschaft umstrukturierte, um mehr Land, Geld und Steuervergünstigungen für Kaffee-, Baumwoll- und Zucker-Plantagenbesitzer zur Verfügung zu stellen. Als Besitzer einer Kaffeeplantage profitierte er reichlich von seinen neuen Regeln. Barrios öffnete das Land auch für ausländische Investoren und gab riesige Landstriche (von lokalen Maya) an europäische Einwanderer ab. Barrios verabschiedete ein Gesetz, nach dem alle Maya vier Jahre auf staatlichen Farmen arbeiten mussten. Er verbot es auch allen Maya, arbeitslos zu sein - ein Maya ohne Arbeit galt als Landstreicher und konnte sofort verhaftet und gezwungen werden, auf den Plantagen zu arbeiten als Sklave. Barrios förderte auch Investitionen aus den Vereinigten Staaten und bis 1901 waren die USA die dominierende Wirtschaftskraft in Guatemala. Die amerikanische United Fruit Company wurde zum größten Landbesitzer, Arbeitgeber und Exporteur in Guatemala. Gewerkschaften und Arbeiter begannen ihre Unzufriedenheit zu äußern, aber ihr Protest hielt nicht lange an. 1931 wurde der rechtsextreme Diktator General Jorge Ubico gewählt. Mit finanzieller Unterstützung aus den USA startete Ubico eine Kampagne, die alle Landreformbewegungen unterdrückte, verbot Gewerkschaften und löste Agrarorganisationen auf. Diejenigen, die die Landreform unterstützen, wurden gefoltert oder ermordet. Während die Aktionäre der United Fruit Company reich wurden, hungerten die Menschen von Guatemala. Bis 1940 hatte die Kindersterblichkeit ein Allzeithoch erreicht. Die Mittelschicht war verärgert über den eingeschränkten Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung. 1944 zwang eine Gruppe von Studenten und Kaufleuten Ubico aus dem Amt und brachte Juan José Arevalo an die Macht. Arevalo führte einen Mindestlohn ein, legalisierte Gewerkschaften und schuf ein nationales Gesundheitssystem. Es sah so aus, als ob Guatemala auf dem Weg wäre, eine Demokratie zu werden. Arevalos Reformen wurden 1950 fortgesetzt, als Jacobo Arbenz gewählt wurde. Arbenz verabschiedete das Agrarreformgesetz, das alle Unternehmen aufforderte, große Flächen unkultivierten Landes zur Verteilung an Bauern ohne Land zurückzugeben. Das Gesetz war klar ausgerichtet gegen die United Fruit Company, die den größten Teil von Guatemala besaß. Da ihre Gewinne bedroht waren, überzeugte das Unternehmen die amerikanische Regierung, dass Guatemala kommunistisch wurde. Die Vereinigten Staaten reagierten schnell mit der Organisation eines Staatsstreichs. 1954 verdrängte die CIA Arbenz aus dem Amt und setzte einen rechten Diktator, Oberst Carlos, ein. Mit seiner von den USA finanzierten Armee führte Castillo Armas die Verhaftung und Folter von über 9.000 Maya-Bauern durch, und behauptete, sie seien Kommunisten und eine Bedrohung für den Staat. Castillo Armas hob auch das Agrarreformgesetz auf, verbot Gewerkschaften und kehrte jede Reform um, die von seinem "kommunistischen" Vorgänger durchgeführt wurde. Wohlhabende Landbesitzer und multinationale Unternehmen blühten unter seiner Herrschaft auf, während der normale Bürger immens litt. In den nächsten 32 Jahren wurde Guatemala von Diktatoren regiert, die ebenso autoritär waren wie Castillo Armas. Die Reichen wurden reicher und die Armen wurden verzweifelter und wütender. Der Grundstein für den Bürgerkrieg war gelegt.

Die verbrannte Erde: Die Armut in Guatemala wurde durch die Intervention der Vereinigten Staaten verschärft. AID (US-Agentur für internationale Entwicklung) begann mit der Förderung von Rinderfarmen als Mittel zur Ankurbelung der guatemaltekischen Wirtschaft. Der eine Fehler bei diesem Ansatz war die Menge an Land, die zum Weiden benötigt wurde. Einmal wieder wurden die Maya von ihren Farmen vertrieben, diesmal um Platz zu machen für große Rinderfarmen. In einem Versuch, die Beschlagnahme von Land zu stoppen, inszenierte eine Gruppe linker Militäroffiziere 1961 einen Aufstand. Der Putsch war erfolglos und die Rebellen flohen in die Berge, wo sie sich Gruppen von Studenten und Arbeiterführern anschlossen. Bis 1964 schickte Amerika Waffen an die guatemaltekische Armee und der Bürgerkrieg begann. Bis 1966 hatte die Armee 8.000 "Kommunisten" und über die nächsten sieben Jahre weitere 30.000 Menschen getötet. Bis 1975 lag die Zahl bei 60.000. Um das Elend noch zu verstärken, gab es 1976 ein verheerendes Erdbeben, das weitere 22.000 Menschen tötete und eine Million Menschen wurden obdachlos. 1978 übernahm General Lucas García und schloss sich 1982 mit dem christlichen Präsidenten Efrain Ríos Montt zusammen. Gemeinsam setzten sie die Politik der verbrannten Erde fort, um Guatemala von „Kommunisten“ zu reinigen. Die Armee brach in Hunderte von Dörfern ein und brannte sie nieder; die Bewohner wurden massakriert und im Verborgenen begraben. Über 1,5 Millionen Menschen wurden obdachlos und über 25.000 Menschen wurden getötet. Vier Rebellenarmeen taten sich zusammen, um gegen García und Montt zu kämpfen. Sie nannten sich die Guatemaltekische Nationale Revolutionäre Einheit (URNG). Die URNG tötete diejenigen, die mit der Regierung sympathisierten. Die meisten der angegriffenen Personen waren tatsächlich neutral und unschuldig. Landwirte gerieten ins Kreuzfeuer zwischen Regierung und URNG. 1985 bestand die Hoffnung, dass der Krieg mit der Wahl von Marco Vinicio Cerezo Arevalo enden würde. Aber der Krieg ging weiter. Im Jahr 1990 wurde Jorge Serrano Elias zum Präsidenten gewählt und eröffnete erneut Friedensgespräche mit die URNG. Die Gewalt hatte eine Pause. Die Gespräche gingen langsam voran und Frieden schien nicht wahrscheinlich, aber im Oktober 1992 gewann Rigoberta Menchu den Friedensnobelpreis, eine Quiché Frau aus Nebaj, und die Welt wandte sich Guatemala zu. Am 25. Mai 1993 verkündete Serrano den Ausnahmezustand und putschte gegen die rechtsstaatlichen Institutionen. Dabei wurde er von Espina unterstützt. Als Serrano am 1. Juni durch die Armeeführung zur Rücktritt veranlasst worden war, sollte Espina nach dem Willen der Armeeführung Präsident werden. Das Regierungskabinett trat mit Ausnahme von García Samayoa und dem Innenminister Francisco Perdomo Sandoval am 3. Juni zurück. Am 3. Juni 1993 wurden Untersuchungsverfahren gegen Serrano, Espina und Perdomo wegen Verfassungsbruch, Amtsmissbrauch und Unterschlagung eröffnet. Am 5. Juni 1993 erklärte das Parlament den Posten des Präsidenten und seines Stellvertreters für unbesetzt, und beauftragte Ramiro de León Carpio mit dem Präsidentenamt für die verbleibende Amtsperiode von Serrano bis 14. Januar 1996. Die UNRG-Guerilla verkündeten einen einseitigen Waffenstillstand und der US-Kongress stimmte für eine Wiederaufnahme der Militärhilfe, als Zeichen des guten Willens. Serrano verbrachte die beiden folgenden Jahre in Costa Rica im Exil. 1995 kehrte er nach Guatemala zurück, musste eine Nacht im Gefängnis verbringen und wurde auf Kaution entlassen.1995 gaben die USA dies bekannt und alle humanitären Hilfen für Guatemala wurden wegen Untersuchung des Verschwindens mehrerer US-Bürger im Land ausgesetzt. Dieses stürzte die lokalen Bauern weiter in die Armut und ihre Verzweiflung vertiefte sich, als Rios Montt 1995 wiedergewählt wurde. Er wurde bei den Wahlen 1996 von Alvaro Arzu, dem Führer der National Advancement Party (PAN), einer überwiegend linken und indigenen Partei, besiegt. In diesem Jahr erklärte die URNG einen Waffenstillstand und im Dezember 1996 wurden die letzten drei von zehn Friedensverträgen unterzeichnet. Die Zahl der Opfer in Guatemala war atemberaubend - über 200.000 Tote, 50.000 Vermisste, 100.000 Flüchtlinge und über eine Million Obdachlose. Es finden immer noch politische Morde statt und die Menschen verschwinden immer noch. Aber die Maya sind entschlossener und besser organisiert. Sie sind arbeiten mit internationalen und lokalen Menschenrechtsorganisationen zusammen und bringen Schuldige vor Gericht, während sie daran arbeiten, ihre Häuser und Dörfer wieder aufzubauen. Es gibt noch viel wirtschaftliche und soziale Reformen zu tun, aber es gibt sie auch ein Hauch von vorsichtigem Optimismus, während Guatemala seinen hart verdienten Frieden genießt.

 

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