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Deutsch-deutsche Begegnung 1984

Deutsch-deutsche Begegnung 1984

Der Holunderbusch in der germanischen Mythologie

Der Holunderbusch in der germanischen Mythologie

Deutsche Befindlichkeiten in Corona-Zeiten:

„Wahn, Wahn, überall Wahn!“

grübelt Hans Sachs in seinem Monolog in Wagners „Meistersingern“ über den Wahn in der Welt. Die Festspiele wurden am 25. Juli 2020 in  Bayreuth virtuell eröffnet. Viele Veranstaltungen finden seit März 2020 online statt oder sie fallen ganz aus. Veranstaltungen gegen den vermeintlichen Corona-Wahn sind stattdessen real: Rund 17.000 Menschen haben am 1. August 2020 in Berlin gegen die Corona-Maßnahmen demonstriert. Ressentimentbewegungen zu Impfgegnerschaft,  Antisemitismus, Ausländerfeindlichkeit, Antifeminismus und Neonazismus haben Konjunktur.

Wahn wird im Grimmschen Wörterbuch mit „unsicherer, nicht genügend begründeter Meinung“ gleichgesetzt. Der Wahn ist an die Stelle von Mythen, Epen, Märchen, volkstümlichen Erzählungen, Rechts- und Merksprüchen, Sprichwörtern oder magischen Formeln sowie Gebeten getreten.

Deutsche Mythologie ist der Titel eines Buches des Germanisten und Volkskundlers Jacob Grimm. Darin versucht er, die Mythologie der Germanen über Märchen, Rechtsaltertümer und Volksbräuche zu rekonstruieren. Um viele Kräuter, Pflanzen, Büsche und Bäume ranken sich uralte Sagen und Mythen – so auch z. B. um den Holunderstrauch. Der Mythos besagt, dass er von Holda, einer germanischen Göttin, als Lieblingsbaum ausgewählt wurde und Hof, Haus, Mensch und Tier vor Schaden bewahrt. Frau Holle war eine germanische Mutter- und Baumgöttin. Sie beschützte Pflanzen, Tiere, Haus, Hof, Mensch und Vieh gegen böse Geister, Feuer, Blitzschlag, schwarze Magie und Hexen. Sie hatte Macht über das Wetter und konnte mit ihrer Macht die Ernte und den Wohlstand beeinflussen. Sie konnte auch über Geburt und Tod entscheiden.

Die moderne Welt beginnt mit Gottfried Benns: „Der Mythos log.“ Im Konflikt zwischen Vernunft und Unvernunft habe die Vernunft gesiegt. Doch heute wissen wir, dass ganze Gesellschaften vom „Dämon“ befallen werden könnten: Trump oder die oben  genannten Ressentimentbewegungen, die heute gerade wieder in Deutschland erstarken.

 

Polarisierung statt Konsens

Konsens war gestern. Der Politologe Christian Welzel vermutet, dass die Polarisierung zunimmt, weil progressivere, liberalere Grundhaltungen an Boden gewinnen: Multikulturalität wird  selbstverständlicher, Religiosität nimmt ab, Schwule und Lesben sind akzeptierter und generell emanzipatorische Ideen verbreiteter. Früher gab es auch  Polarisierung: Sozis mochten mit Wertkonservativen nichts zu tun haben. Langhaarige und Spießer gingen sich aus dem Weg. Heute driften die verschiedenen gesellschaftlichen Segmente deutlicher auseinander. Welzel spricht von "zwei moralischen Stämmen", die aufeinander losgehen. Kompromisse gelten noch als Ausdruck guten Willens. Corona-Leugner erhalten z.B. unglaublich schnell an falsche Informationen, die sie weiter in ihrer Meinung bestätigen. Diese Meinung können sie unglaublich leicht mit Gleichgesinnten über soziale Medien teilen und vor allem weiterverbreiten. So war am Tage der  Anti-Corona-Virus-Maßnahmen-Demonstration in Berlin am 1. August 2020 synchron zu dem Ereignis vielfach bei facebook zu lesen, dass 800.000 Menschen statt 17.000 demonstriert hätten. Nach Corona könnte eintreten, dass auch unter den Großen nur diejenigen überleben, deren hohes Vermögen auf Wertschöpfung nicht angewiesen ist, während ein langer Shutdown zu massenhaften Insolvenzen und Jobverlusten führt, weil die Leute weder investieren noch konsumieren noch arbeiten können. Mehr Menschen werden von Mindestlöhnen leben müssen, während  die hohen Einkommen unbegrenzt bleiben werden. Ein Blick auf den Wohnungsmarkt verdeutlicht, dass eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung nicht nur in Deutschland, aber auch hier stattfindet.

 

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